Was sich in den letzten Jahren bereits abgezeichnet hat, bestätigt sich 2017: Relevanter Content ist das Um und Auf einer optimierten Website.
Suchmaschinen werden immer intelligenter bei der Interpretation von Suchanfragen. Hinter jeder Keywordeingabe steckt eine Suchintention, die Google und Co. nun besser denn je deuten können. Die Suchmaschine möchte dem User möglichst relevante Ergebnisse liefern. Genau deshalb ist es so wichtig, hochwertigen und auf die Suchanfrage zugeschnittenen Content bereitzustellen – also Nutzern genau das zu bieten, wonach sie suchen.

Was ist relevanter Content?

Relevanter Content bedeutet zum Einen, Inhalte möglichst holistisch abzudecken, sodass möglichst viele Fragen rund um ein Thema beantwortet werden können. Hochwertiger holistischer Content deckt außerdem Teilaspekte eines Themas ab und ist somit entsprechend umfangreich.
Ein pauschale Aussage, wie viel Content denn pro Seite existieren muss, gibt es aber nicht. Zufriedenstellender Content kann nämliche verschiedenste Formen annehmen. Sucht man beispielsweise nach einem Tutorial für eine Frisur, wird man schon in Bildern oder Videos die Antwort auf seine Frage finden. Wer die aktuelle Uhrzeit in einer anderen Zeitzone wissen möchte, benötigt ebenso keinen umfangreichen Text. Was also relevanter Content tatsächlich ist, hängt von der Suchanfrage ab.

Content und E-Commerce

Individuelle Suchanfragen erfordern also relevanten Content. Nun hilft das Websitebetreibern aber nicht viel weiter bei der Entscheidung, welchen Content sie auf ihrer Website abbilden sollen.
Searchmetrics hat bereits begonnen, branchenspezifische Anforderungen an Content zu definieren und diese in einer aktuellen Studie veröffentlicht. Befasst man sich mit der Optimierung der eigenen Website, sollte man sich über die verschiedenen Intentionen verschiedener Suchanfragen im Klaren sein. Die meisten Suchanfragen lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

  • Informativ
  • Navigational
  • Transaktional

Doch in welcher Stage der Customer Journey möchte man den Nutzer erreichen?
Im E-Commerce Bereich steht ganz klar der Verkauf im Vordergrund und es ist wichtig, die User bei transaktionalen Suchanfragen abzuholen. Jeder Kauf hängt aber auch mit einer Phase der Recherche zusammen, in der sich der User über das Produkt informiert und seine Kaufentscheidung beeinflusst wird. Diese Recherche verlangt nach ausführlichen Informationen. Das spiegelt sich auch in der Bewertung von Google wider. Denn laut der aktuellen Studie von Searchmetrics zeigen die top-rankenden Landingpages im E-Commerce Bereich in Deutschland eine höhere Wortanzahl und größere Dateigröße als die top platzierten Websites aus anderen Branchen.

wortanzahl

Die Studie von Searchmetrics zeigt außerdem, dass E-Commerce Websites im Branchenvergleich mehr Bullet Points verwenden. Das bedeutet, dass strukturierter Content eine wichtige Rolle in Online Shops spielt.

Die Anforderung an E-Commerce Websites 2017 lautet also, dem User ganzheitlichen, strukturierten Content zu bieten, damit er die Möglichkeit hat sich vor der Transaktion umfangreich zu informieren. Die im Branchenvergleich größere Dateigröße bei top rankenden E-Commerce Websites lässt auf einen vermehrten Einsatz von Bildern, Videos und Textbeschreibungen schließen.